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Chirurgische Sterilisationstechniken

Nachdem ein Paar seinen Kinderwunsch erfüllt hat, kann sich möglicherweise die Frage nach einer definitiven Verhütungsmethode stellen. Das IMER bietet seinen Patienten verschiedene chirurgische Sterilisationstechniken sowohl für die Frau als auch für den Mann.
Diese Verfahren sind ebenfalls angezeigt bei Personen mit Disposition für eine Erbkrankheit, die sich auf ihre Nachkommen übertragen kann.

Tubensterilisation

Dieser chirurgische Eingriff bewirkt eine dauerhafte Sterilisation der Frau. Dabei werden die Eileiter verschweißt und unterbrochen, damit keine Eizellen mehr vom Eierstock in die Gebärmutter gelangen und die Samenzellen die Eizelle nicht mehr erreichen. Dadurch können die Zellen nicht mehr verschmelzen und keine unerwünschten Schwangerschaften auftreten.
Üblicherweise wird die Sterilisation mit einer so genannten Laparoskopie durchgeführt. Bei diesem chirurgischen Eingriff wird nach einem kleinen Schnitt auf Höhe des Bauchnabels ein Laparoskop (dünner Lichtwellenleiter) zur Betrachtung der inneren Genitalien der Frau eingeführt. Nach Lokalisierung der Eileiter werden diese verschweißt und anschließend durchtrennt.
Gegenwärtig wird ein Mikrolaparoskop mit 2 mm Durchmesser verwendet, so dass praktisch keine Narbe an der Patientin zurückbleibt.
Für den Eingriff ist eine Vollnarkose und ein kurzer Klinikaufenthalt erforderlich.

Vasektomie
Es handelt sich um eine Sterilisationstechnik für den Mann, bei der die Samenleiter zwischen den Hoden und den Samenbläschen und der Prostata (verschiedene Leiter) durchtrennt werden, damit keine Spermazellen mehr aus den Hoden gelangen.

Dabei sind zwei wichtige Aspekte zu berücksichtigen:

1.- Der Hoden produziert neben den Spermazellen die männlichen Hormone, die über das venöse System in den Blutkreislauf gelangen. Diese Funktion wird durch den Eingriff nicht beeinträchtigt, weshalb danach keine körperlichen Veränderungen oder Auswirkungen auf die Sexualität des Patienten auftreten. "Die Vasektomie ist keine Kastration“.

2.- Da etwa 95% des Ejakulats aus der in der Prostata und den Samenbläschen gebildeten Flüssigkeit besteht, blockiert der Eingriff lediglich den Durchgang der Spermazellen; die Ejakulation hingegen bleibt dem Mann erhalten. Die Veränderungen lassen sich lediglich feststellen, wenn der Samen unter dem Mikroskop betrachtet wird.

Der Eingriff wird unter Lokalanästhesie durchgeführt und der Patient kann die Klinik unmittelbar danach wieder verlassen.
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